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Wie die Terrorzelle entstand und unterging?

May 4, 2013 in Anschlagspläne in Deutschland

Das sollte man sich unbedingt ansehen!! Was sagt ihr dazu??? Kommentare sind sehr erwnüscht! 

Selten ist vor einem Strafprozess so viel öffentlich geworden von Verbrechen, die verhandelt werden sollen, wie im Fall des NSU-Prozesses. Am Montag beginnt in München das Verfahren gegen Beate Zschäpe und andere Mitangeklagte. Und selten war es so wichtig, dass das Entsetzen über ein Verbrechen nicht an Kraft verliert.

 

 

Neun Männer und eine Frau wurden ermordet.

Enver Simsek

Abdurrahim Özüdogru

Süleyman Tasköprü

Habil Kilic

Mehmet Turgut

Ismael Yasar

Theodoros Boulgarides

Mehmet Kubasik

Halit Yozgat

Michèle Kiesewetter

 

Die Täter traten aus dem Nichts vor ihre Opfer. Sie ließen auf einer Straße und in einem Geschäft Bomben explodieren und verletzten viele Menschen zum Teil schwer. Sie haben auf das Leben dieser Opfer einen Schatten gelegt, der nie ganz verschwinden wird.

SPIEGEL ONLINE zeigt die wichtigsten Fakten zur Geschichte des NSU in einer multimedialen Chronik.

Zehn Morde, zwei Anschläge und jahrelang keine Spur zu den Tätern. Rainer Griesbaum, zweiter Mann der Bundesanwaltschaft, sagte dem SPIEGEL über diese Verbrechensserie, die allen Ermittlern so lange Rätsel aufgab: "Es war einfach gespenstisch! Die verstreuten Tatorte, die Opfer, die nichts miteinander zu tun zu haben schienen."

Heute weiß man, welche Gemeinsamkeit neun Männer zu Opfern machte: Die Taten waren rassistisch motiviert. Die Erkenntnis ist gespenstischer als es das Unwissen sein konnte.

Der Prozess gegen Beate Zschäpe und vier mutmaßliche Helfer des NSU wird lange dauern, vielleicht Jahre. Die Aufarbeitung geht weiter, die öffentliche Aufmerksamkeit sollte nicht nachlassen. Je präziser die Hintergründe und Zusammenhänge, die man über Verbrechen der Rechtsextremisten erfährt, umso mehr lernen die Gesellschaft, die Politik, die Behörden über den Nährboden, der solch Menschenverachtendes hervorbrachte, über das Fehlverhalten, das es möglich machte und geschehen ließ.

Source:Spiegel

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Anschlagspläne in Deutschland

January 27, 2008 in Anschlagspläne in Deutschland

Wie spanische Zeitungen berichten, soll die vor einer Woche aufgelöste mutmaßliche Terrorzelle auch in Deutschland einen Anschlag geplant haben.

"Dreimal wollten sie in Barcelona zuschlagen – davon gehen die spanischen Ermittler mit großer Sicherheit aus. Doch die vor einer Woche zerschlagene mutmaßliche Terrorzelle plante offenbar auch einen Anschlag in Deutschland. Wie die Zeitung "El País" unter Berufung auf einen "eingeschleusten Informanten" berichtete, bereitete die Gruppe insgesamt drei Anschläge in Spanien, einen in Deutschland sowie weitere in Frankreich, Portugal und Großbritannien vorDie spanische Polizei hatte am Samstag vor einer Woche 14 Verdächtige, zwölf Pakistaner und zwei Inder, festgenommen. Zehn von ihnen sind seit Mittwoch in Untersuchungshaft. Nach Informationen aus spanischen Justizkreisen konnten drei der sechs potenziellen Selbstmordattentäter während der Polizeiaktion flüchten. Die Pläne der Islamisten waren den Ermittlern zufolge weit fortgeschritten: Am vergangenen Wochenende hätten sich drei mutmaßliche Mitglieder der Zelle in öffentlichen Verkehrsmitteln in die Luft sprengen wollen, sagte Ermittlungsrichter Ismael Moreno. Die Anschläge sollten sich gegen die U-Bahn von Barcelona, der zweitgrößten Stadt des Landes, richten.

 

Der nun von "El País" zitierte Informant soll laut der Zeitung "El Périodico de Catalunya" für den französischen Geheimdienst arbeiten. Er ist nach Angaben von "El País" erst vor kurzem mit dem Zug aus Frankreich in Barcelona eingetroffen, um sich vorgeblich an den Anschlagsvorbereitungen zu beteiligen. Seine Aussage habe zur Festnahme der Verdächtigen aus dem radikalislamischen Milieu geführt.

Auch der Informant soll demnach als Attentäter in Barcelona vorgesehen gewesen sein. Für die Anschläge sollte anschließend ein Taliban-Führer aus dem pakistanischen Grenzgebiet im Namen von al-Qaida die Verantwortung übernehmen.

Die Festgenommenen bestritten bei ihren Vernehmungen, in terroristische Aktivitäten verwickelt zu sein. Die Polizei hatte jedoch in einer Wohnung Material zur Herstellung von Bomben sichergestellt. Nach Presseberichten sollen die Islamisten allerdings noch nicht über genügend Substanzen verfügt haben, um Sprengsätze herzustellen.

Der spanische Polizeichef Joan Mesquida bezeichnete die Zerschlagung der Zelle als eine "präventive Aktion". Die Festgenommenen hätten "das Profil von Selbstmordattentätern" gehabt. "Wir können nicht das Risiko eingehen, dass solche Leute ihre Absichten eines Tages in die Tat umsetzen."